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Heißlufträume

Für Heißlufträume sind hohe Raumtemperaturen bei geringer Luftfeuchte kennzeichnend. Besondere Bedeutung kommt der Wärmestrahlung (Infrarot) von Wänden und Decke zu.
Es kann baulich zwischen massiv gebauten oder mit Holz und anderen leichten Materialien errichteten Baderäumen unterschieden werden.

 

Temazcal / Zumpulché

Schwitzhaus (temazcal) der Maya
Traditionelle Schwitzbadformen im mittel-, seltener südamerikanischen Raum, die zum Teil noch heute üblich sind. Der Aufenthalt im Schwitzraum erfolgte in trockener Heißluft oder in feucht-warmem Badeklima durch kräftiges Übergießen der Wärmespeichersteine mit Wasser. Das Baden diente der Körperreinigung, gesundheitlichen und rituellen Zwecken. Eine Anwendung als thermisches Wechselbad ist wahrscheinlich.

Bauausführung (Massivbauweise):
Die runden, überkuppelten oder rechteckig, flachen Schwitzhäuser wurden früher aus luftgetrockneten Lehmziegeln oder später aus gebrannten Ziegeln und Steinen errichtet. Beheizt wurde der Schwitzraum durch außerhalb erhitzte Steine. Zum Teil wurde die Erwärmung der Steine in einer angebauten Feuerkammer vorgenommen, die eine Verbindung zum Schwitzraum hatte. In den Schwitzräumen konnten mehrere Personen gleichzeitig sitzen.
 
Raumklima:
80 – 100 °C bei geringer Luftfeuchte.