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Ältere Menschen

Bis zu welchem Alter kann man in die Sauna gehen?

Generell gibt es gegen das Saunabaden im fortgeschrittenen Alter nichts einzuwenden. In öffentlichen Saunabädern ist es nicht erstaunlich, zahlreiche Menschen im Alter von über 70 Jahren anzutreffen. Dabei steht bei diesen Saunagästen nicht unbedingt der Gesundheitsgedanke im Vordergrund. Geselligkeit, Unterhaltung, Abwechslung im Alltag und eine gewisse Tradition sind ihnen oft wichtiger. Dennoch sind die zahlreichen gesundheitlichen Vorteile der Sauna besonders für ältere Menschen beachtlich.

Auswirkungen auf ältere Menschen
Der positive Einfluss regelmäßigen Saunabadens älterer Menschen ist am ehesten an der Haut zu erkennen. Die altersbedingten Rückbildungsprozesse der Haut, die durch Wasserverarmung des Gewebes und den dadurch verringerten Zelldruck entstehen, zeigen sich in einer faltigen, runzeligen und oft trockenen Haut. Hier wirken sich die mehrmalige Durchblutungssteigerung der Haut durch die Wärme während eines Saunabades, ihre umfassende Durchfeuchtung und die Stoffwechselanregung infolge der Temperaturerhöhung im Hautorgan – was der Zellneubildung zugute kommt –günstig aus.

Durch regelmäßiges Saunabaden werden die Schweißdrüsen trainiert, so dass selbst 70-Jährige die übliche Schweißmenge von 30-40 g/min verlieren und von einer geminderten Tätigkeit der Schweißdrüsen in aller Regel nicht gesprochen werden kann. Das starke Schwitzen erweist sich übrigens als nützlich, auch in Bezug auf die Entfernung der „Schlacken“, die mit zur altersbedingten Einschränkung der Beweglichkeit beitragen.

Wie bei allen anderen Saunagängern auch sind das Training der Blutgefäße im Hautorgan im Sinne von „Abhärtung“ und die Infektvorbeugung durch die vermehrte Bildung von Abwehrstoffen insbesondere auch für ältere Saunabenutzer wichtig, da sie meist zu einer größeren Infektanfälligkeit neigen und mehr Zeit zu ihrer Bewältigung benötigen.

Einen weiteren Vorteil bringt dem älteren Menschen das Saunabad wegen der damit verbundenen vegetativen Umstimmung. Die Anregung des vegetativen Nervensystems durch die thermischen Reize der Sauna mit den positiven Folgen für Entspannung und Erfrischung sowie der nach dem Bad eintretenden längeren Erholungsphase haben darüber hinaus günstige psychische Auswirkungen auf die manchmal labile Stimmungslage älterer Menschen.

Das regelmäßige Saunabaden kann helfen, die Lebensqualität des Menschen im Alter merklich zu verbessern. Selbstverständlich gilt auch im Alter, dass sich bei bestimmten Krankheiten das Saunabaden von selbst verbietet. Saunaverbote erfolgen immer aufgrund akuter Erkrankung – wozu oft Entzündungen gehören – und bei einigen chronischen Krankheiten.

Tipps
  •  Wegen der im Alter verminderten Absonderung von Hauttalg sollten ältere Menschen direkt nach Abschluss des saunabadens ihre Haut mit einer geeigneten Fettcreme pflegen.
  • Werden regelmäßig altersbedingt Medikamente eingenommen und bestehen krankheitsbedingte Zweifel an der „Saunatauglichkeit“, sollte auf jeden Fall der behandelnde Arzt zu Rate gezogen werden.